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Die „Jüdischen Filmtage Saarbrücken“ haben sich seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2009 zu einem beliebten Event der saarländischen und insbesondere der Saarbrücker Herbst-Kulturszene entwickelt.


Im Jubiläumsjahr 2018 haben über 600 Menschen die verschiedenen Veranstaltungen und Filmvorführungen während der Jüdischen Film- & Kulturtage besucht. An diesen Erfolg möchten wir anknüpfen und auch weiterhin die Jüdischen Filmtage Saarbrücken mit einem Rahmenprogramm bereichern.

Die folgenden drei Spielfilme legen den Schwerpunkt auf das Konfliktpotential zwischen orthodoxem Judentum und einer freieren Lebensweise. Es wird sich die Frage gestellt, ob Rock’n‘Roll zu tiefer Gläubigkeit (REDEMPTION) passt, eine orthodox erzogene Jüdin sich in einen Christen verlieben darf (LEONA) und wie ein Paar lebt, das seine „wilden Jahre“ gegen neugefundene Frömmigkeit tauscht (THE OTHER STORY). Auch die israelische Fernsehserie SHTISEL beschäftigt sich mit dem gleichen Thema und gibt einen Einblick in das Verhältnis von Ultra-Orthodoxen zum säkularen Lebensumfeld.


Wenig bekannt ist der spektakuläre Fluchtversuch einer Gruppe jüdischer DissidentInnen, den der Dokumentarfilm OPERATION WEDDING aufgreift. Ein blinder Fleck ist auch die Vertreibung der Juden aus der arabischen Welt in den Jahren zwischen 1946 und 1974, die der Dokumentarfilm SILENT EXODUS zeigt. In CHICHINETTE erzählt die 99-jährige Marthe Hoffnung Cohn, Jüdin aus Metz, wie es dazu kam, dass sie in der Nazizeit zur Spionin wurde.

SCHABBAT BEI FREUNDEN heißt es auch in diesem Jahr wieder. Unter diesem Motto ist es möglich, einen Gottesdienst mit anschließender Schabbat-Feier in der Synagogengemeinde zu besuchen. In der Veranstaltung DAS JÜDISCHE GEBET gibt Kantor Benjamin Chait eine Einführung anhand von Beispielen aus dem Gebetbuch. Dr. Alexander Friedman beleuchtet in seinem Vortrag die Entwicklung von Antizionismus und Antisemitismus im Nachkriegsdeutschland. Marcel Wainstock lädt ein, sich mit jüdischen Persönlichkeiten an der Saar näher zu befassen. Alle Fragen zum Judentum und spezielle zur Saarbrücker Gemeinde beantwortet die Veranstaltung: Wieso? Weshalb? Warum? Außerdem bringt Schauspieler Georg Stephan die Komödie „DIE ERSTE JÜDISCHE REPUBLIK“ des jiddischen Schriftstellers Scholem Alejchem auf die Bühne.

Die Mischung aus Filmen mit jüdischer bzw. israelischer Thematik, Vorträgen, Einführungen, einem Theaterstück und einer Schabbat-Feier wird den interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen tieferen Einblick in das jüdische Leben im Saarland und weltweit geben können. Insbesondere im Umfeld des wachsenden Antisemitismus in Deutschland und Europa sehen die Veranstalter die Jüdischen Film- & Kulturtage als einen Beitrag zur Verständigung und Abbau von Vorurteilen.

Die Jüdischen Film- & Kulturtage Saarbrücken 2019 finden unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Saarbrücken Herrn Uwe Conradt statt.

 

Wir danken unseren Förderern und Sponsoren und freuen uns auf Ihren Besuch.

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